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30.01.2017

Gedenkveranstaltung

Gedenkveranstaltung
© Stadt Ludwigslust

Am 27. Januar 1945 wurde das KZ Auschwitz durch die Soldaten der Roten Armee befreit. Auf Initiative des kürzlich verstorbenen ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog ist dieser Tag seit 1996 der Tag des Gedenkens der Opfer des Nationalsozialismus. 2005 erklärten die Vereinten Nationen diesen Tag zugleich zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocoust.

Der Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust – Parchim e.V. und sein Beirat luden zu einer Gedenkveranstaltung nach Ludwigslust. Zahlreiche Bürger und Kommunalpolitiker aus dem Landkreis sowie eine Schulklasse der Lennéschule sind dieser Einladung gefolgt.

Jürgen Rades, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Ludwigslust verwies in seiner Ansprache auf die Rede, die Roman Herzog vor 21 Jahren hielt. Diese ist nach wie vor hoch aktuell. Geschichte verblasst schnell, wenn sie nicht Teil des eigenen Erlebens ist, so Roman Herzog damals. Es ist unser aller Verantwortung, künftigen Generationen unsere Geschichte immer wieder nahe zu bringen. Jürgen Rades nahm auch Bezug auf die aktuellen Äußerungen von Herrn Höcke. In Zeiten des Internets ist diese Rede nur einen Klick entfernt. Wir alle werden nicht irgendwann sagen können, wir hätten es nicht gewusst, denn auch unsere Geschichte ist nur „Einen Klick entfernt“.

Nathan Gossmann, Überlebender des KZ Wöbbelin, wandte sich mit einigen Worten ebenfalls an die Anwesenden. Ein Erlebnis des letzten Jahres hat ihn tief beeindruckt. Er hörte eine Gruppe deutscher Kinder das jüdische Lied „Shalom aleichem“ singen und er ist überzeugt: „Das ist ein anderes Deutschland, als damals.“ Seine Bitte an die Anwesenden, nie wieder zuzulassen, was damals geschah. Sylvia Wegener, Büro des Bürgermeisterst, 30.01.2017