Zurück zur Listenansicht

10.01.2017

Sonderpostamt

Sonderpostamt1
© Stadt Ludwigslust

In der Serie „Schätze aus deutschen Museen“ gibt es seit Jahresbeginn eine Marke mit einem Motiv aus der Ludwigsluster Kunstsammlung: Oudrys Pfefferfresser. Dirk Blübaum, Direktor des Staatlichen Museums Schwerin / Ludwigslust / Güstrow sieht darin eine tolle Möglichkeit, für das Schloss Ludwigslust zu werben und hofft auf guten Absatz. In einer Auflage von 5 Mio Stück sind diese 70 ct.- Briefmarken jetzt zu haben.

Zur Einführung der Sondermarke öffnete am  Sonntag, den 8. Januar im Foyer des Schlosses ein Sonderpostamt. Sammler wissen die Möglichkeit zu schätzen, direkt vor Ort die neue Briefmarke, das Ersttagsblatt mit dem Ersttagsstempel aus Bonn, den limitierten Sonderbriefumschlag und den Postsonderstempel hier zu erhalten.

Bürgermeister Reinhard Mach zeigte sich begeistert von dem großen Interesse der Bürger, warteten doch einige der Sammler bereits eine halbe Stunde vor Eröffnung des Sonderpostamtes vor dem Schloss. „Ludwigslust und das Schloss gehören zusammen“, so Reinhard Mach und freut sich über den gerahmten Ersttagsbrief, der er zur Erinnerung an diesen Tag überreicht bekam. Sylvia Wegener, Büro des Bürgermeisters

 

Jean-Baptiste Oudry (1686–1755), Hofmaler Ludwig XV. und Professor der Königlichen Akademie, war neben François Desportes der berühmteste Tiermaler seiner Zeit. Er zeigte das Tier in seiner Individualität und seiner ihm gemäßen Umwelt und nahm so Tendenzen der Aufklärung vorweg.

Pfefferfresser, Jungfern- und Haubenkranich gehören zu zwölf exotischen Tieren, die Oudry für den Königlichen Botanischen Garten in Paris, den heutigen Jardin des Plantes, gemalt hat. Das große Interesse für die Werke Oudrys und für seine ungewöhnlichen lebensgroß dargestellten Tiere veranlassten den regierenden Herzog von Mecklenburg-Schwerin Christian Ludwig II. und seinen Sohn, Erbprinz Friedrich, die gemalte Menagerie aus Versailles direkt vom Künstler zu erwerben. In einem Zeitraum von 23 Jahren erwarb der Schweriner Hof zahlreiche Werke, sodass das Staatliche Museum Schwerin heute mit 34 Gemälden und 43 Handzeichnungen über die größte zusammenhängende Sammlung von Werken Oudrys überhaupt verfügt.