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25.01.2017

Versorgungsbataillon 142

2017 Rückkehrerappell (1)
© Stadt Ludwigslust

Seit dem 3. Juni 2016 pflegt die Stadt Ludwigslust partnerschaftliche Beziehungen zu dem Versorgungsbataillon 142 aus Hagenow. Kurz nach Unterzeichnung der Partnerschaftsvereinbarungen verabschiedeten sich Kameraden des Bataillons in den Auslandseinsatz nach Afghanistan. Ein halbes Jahr später kehrten die Kameraden wieder an ihren Standort zurück.

Am 24. Januar 2017 fand nun der öffentliche Rückkehrer- und zugleich Neujahrsappell der Einheit auf dem Ludwigsluster Schlossplatz statt. Etwa 650 Kameradinnen und Kameraden waren angetreten. Der Appel ist vor allem eine öffentliche Würdigung der Leistungen, die durch das Bataillon erbracht werden.

Musikalisch begleitet wurde der Rückkehrerappell von den Musikern des Heeresmusikkorps Neubrandenburg unter der Leitung von Herrn Oberstleutnant Christian Prchal.

Kommandeur Oberstleutnant Jörg Sieder lies die Ereignisse des Jahres 2016 noch einmal Revue passieren, erinnerte an den Umzug des Bataillons nach Hagenow, erinnerte an die Aufgabenstellungen zum Einsatz in Mali, in Afghanistan und auch zur dauerhaften Unterstützung der Übungstätigkeit in Osteuropa, der Persistent Presence in Polen. Im Jahr 2016 entsandte das Bataillon etwa 150 Soldaten in nahezu alle Einsatzgebiete der Bundeswehr und stelle mit etwa 180 Soldaten die logistischen Rahmenbedingungen während des Übungsvorhabens in Polen sicher. Das Versorgungsbataillon 142 stellt in den Einsatzländern die Fähigkeiten, Transport, Nachschub und Instandsetzung sicher.

Den Soldaten seiner Einheit zollte Oberstleutnant Sieder hohen Respekt: „Ich bin stolz auf das Erreichte und das können sie, die Einsatzsoldaten, noch mehr sein. Alle sind heil zurück und haben ihre anstrengenden Aufgaben in Deutschland wieder aufgenommen.“

Lorenz Caffiér, Innenminister des Landes MV warf in seiner Rede einen Blick auf die internationale Rolle Deutschlands und der Bundeswehr. „Andere Länder … erwarten von uns Engagement. Großes Engagement. Ob es anderen Nationen nun gefällt oder nicht: Deutschland wird keine Weltpolizei spielen. Wir haben uns von sämtlichen Hegemonialbestrebungen verabschiedet – und das ist gut so. Auf der anderen Seite dürfen wir aber die Erwartungen anderer Nationen nicht ignorieren. Und vor allem müssen wir lernen, dass wir mit unserem Engagement nicht nur Gutes tun, sondern auch deutsche Interessen schützen. Das hat nichts mit Egoismus, Nationalismus oder Rücksichtslosigkeit zu tun. Das ist schlicht Realpolitik. Und um unsere Interessen durchsetzen zu können, bedarf es bestimmter Grundlagen … es gehören auch schlagkräftige Streitkräfte dazu – als Abschreckung, zur Unterstützung und Absicherung.“

Bürgermeister Reinhard Mach wertete den Rückkehrerappell vor allem als einen wunderbaren Startschuss zur Weiterführung der partnerschaftlichen Beziehungen zwischen dem Bataillon und der Stadt im Jahr 2017. Er freut sich, dass nicht nur das Ortsschild von Ludwigslust, das dem Bataillon im Juni 2016 zur Mitnahme in den Auslandseinsatz übergeben wurde, heile zurück gekommen ist, sondern vor allem, dass jeder einzelne Kamerad unversehrt wieder seinen Dienst im Heimatbataillon aufnehmen konnte. Er brachte seinen Respekt für die Tätigkeit der Soldaten zum Ausdruck: „Die Aufgaben, die Sie bei den Auslandseinsätzen wahrnehmen, sind nicht nur in Teilen gefährlich, sie sind in besonderer Weise wichtig im Kampf um den Frieden und die Verständigung in der Welt.“ Sylvia Wegener, Büro des Bürgermeisters, 25.01.2017