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04.05.2016

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Stilles Gedenken und Tulpen für die hier beerdigten Menschen ©

71 Jahre nach der Befreiung des KZ Wöbbelin luden der Verein Mahn- und Gedenkstätten im Landkreis Ludwigslust-Parchim e.V.  und der Förderverein der Mahn- und Gedenkstätten – KZ Wöbbelin e.V. zu einer Internationalen Begegnung der Generationen ein. Zwei Tage standen ganz im Zeichen der Erinnerung und des Gedankenaustausches.

Am Montag, den 2. Mai trafen sich etwa 60 Teilnehmer auf dem Ludwigsluster Friedhof. Die Gedenkstätte „Schwurhand“ wurde durch die Mecklenburger Künstlerin Dörte Michaelis neu gestaltet und nun mit einem stillen Gedenken der Öffentlichkeit übergeben.

Ramona Ramsenthaler, Leiterin der Gedenkstätten Wöbbelin, berichtete über den Hintergrund der Gedenkstätte. „Auf diesem Gräberfeld liegen 181 Menschen, die nach dem Krieg in der Zeit vom 04.05. – 30.06. noch in den Lazaretten verstorben sind“. Von 149 Personen konnten die Namen gefunden werden, Namen, an die nun auf den aufgebrochenen Steinen erinnert wird.

Lange Forschungsarbeiten gingen dem voraus. Seit Jahren wird nach den Namen der Menschen recherchiert, die auf dem Gräberfeld beerdigt wurden. Teilweise gibt es keine Akten mehr, teilweise gingen Unterlagen nach Amerika und kamen nach der Wende nach und nach wieder nach Deutschland zurück. „Die Namen der 149 Menschen stellen den gegenwärtigen Forschungsstand dar.“, so Ramona Ramsenthaler. Sie versicherte, dass die Forschungen aber weiter gehen werden, in der Hoffnung, dem einen oder anderen Stein auch nach so langer Zeit noch einen Namen geben zu können. Mit einem stillen Gedenken und einer Tulpe gedachten die Teilnehmer der Menschen, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. PM Sylvia Wegener, 03.05.2016