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23.01.2017

Arbeitsbesuch

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© Stadt Ludwigslust

Zur Vorbereitung auf die Bildungskonferenz gab es am Freitag, den 20. Januar ein Arbeitsgespräch mit dem Staatssekretär im Bildungsministerium des Landes MV, mit Herrn Steffen Freiberg. Er folgte damit einer Einladung des Landtagsabgeordneten Dirk Friedriszik.

Ziel dieses Arbeitsbesuches war es, zum einen den rechtlichen Rahmen abzustecken, in dem sich Ludwigslust bei der zukünftigen Gestaltung seiner Schullandschaft bewegen kann und zum anderen die Hoffnungen und Erwartungen, die Ludwigslust an die Landespolitik hat, zu formulieren.

So standen der Besuch der Grundschule Fritz Reuter und der Grundschule Techentin auf dem Plan. Schulleiterin Cornelia Schubring erläuterte die Situation an der Fritz-Reuter-Schule. Gegenwärtig werden 218 Kinder beschult, davon 65 Kinder mit Migrationshintergrund. Dann nimmt der Anteil der Kinder, die einen besonderen Förderungsbedarf haben, weiter zu. Die  wachsende Heterogenität der Schülerschaft erschwert die Arbeit an der Schule. „Man kann nicht mit jedem Kind das gleich machen.“, so Schulleiterin Schubring. „Die Förderbedarfe sind sehr unterschiedlich zu betrachten.“ So ist das individualisierte Lernen pädagogisches Ziel an der Schule. Dafür aber bedarf es einiger Voraussetzungen. Dazu gehört ein gewachsener Fortbildungsbedarf für die Lehrkräfte, dazu gehört in ausreichender Zahl Fachpersonal an der Schule, dazu gehört aber auch eine entsprechende räumliche Ausstattung der Schule.

Ein Gedankenansatz zur die Umsetzung des Ziels ist die Verzahnung von Hort und Schule. So gibt es Überlegungen, den Hort in die Reuterschule zu holen. Räumliche Kapazitäten würden mit dem Ausbau des Dachgeschosses der Reuterschule zur Verfügung stehen. Ersten Kalkulationen entsprechend würde ein solcher Ausbau ca. 1,5 Mio € kosten.

Staatssekretär Steffen Freiberg machte sich ein umfassendes Bild von der Situation vor Ort, er erläuterte den rechtlichen Rahmen und auch Finanzierungsmöglichkeiten für einen möglichen Umbau wurden besprochen.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Hortbetreuung eine bundesgesetzliche Regelung ist, die sich an den örtlichen Träger der Jugendhilfe richtet und die Schule eine Landesaufgabe. Nach der gegenwärtigen Rechtslage kann Hort nicht ohne weiteres in die Schule integriert werden. Steffen Freiberg sieht es so: „Da die Gesetzeslage gegenwärtig nicht geändert werden kann, muss man sich vor Ort arrangieren, kooperieren, zusammenarbeiten.“ Sylvia Wegener, Büro des Bürgermeisters, 23.01.2017