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21.06.2021

Streubobstwiese nun beschildert

Alte Obstsorten mit Zukunft

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© Stadt Ludwigslust SW

30 Obstbäume haben die Rotarierer im April auf der Wiese hinter dem Autohaus Giemsch gepflanzt. Sie heißen Jakob Fischer, Dümmer Herbstrosenapfel, Gravensteiner, Alexander Lucas oder Prinzenapfel und sind alles alte robuste Obstsorten, Birnen und Äpfel. Auf einer Fläche von 3.000 m² sollen sie in einigen Jahren Früchte tragen.

Nun ist zur Fläche noch eine Hinweistafel dazugekommen. Interessierte können sich jetzt genau informieren, welche Sorte wo gepflanzt ist.

Für Hans-Werner Reimers vom Rotary Club ist es beeindruckend, wie unterschiedlich alte Apfelsorten schmecken. So freut er sich schon jetzt auf die künftige Ernte, gibt es doch für ihn nichts Schöneres, als in einen Apfel zu beißen, dessen Sorte sich über viele Jahre bewährt hat.

Das Projekt des Ludwigsluster Rotary Clubs wurde mit Spenden vom Rotary Barcamp 1940, der Genner Solar Gruppe aus Ludwigslust, dem Toom Baumarkt und der Stadt Ludwigslust unterstützt.

Mit der Anlage der Streuobstwiese soll nicht nur einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung der Biodiversität geleistet, sondern auch allen Interessierten die Möglichkeit geben werden, später von diesen Bäumen zu kosten und zu ernten.  

Angewachsen sind sie gut, so Hans – Werner Reimers. Nun heißt es, sie gut durch den ersten Sommer zu bringen. Damit das gelingt, unterstützt der städtische Betriebshof mit regelmäßigem Wässern der Wurzelballen. „Wir haben aus Kompost, Hornspänen und Tongranulat extra eine Substratmischung hergestellt und hoffen, dass sie als Wasserspeicher gut für unsere Bäume ist.“

Für Bürgermeister Reinhard Mach sind Streuobstwiesen ein guter Weg zu mehr Klimaschutz. „Leider habe ich festgestellt, dass viele Ludwigsluster gar nicht wissen, wo es in unserer Stadt überall Streuobstwiesen gibt.“ Reinhard Mach gab den Hinweis, dass es im Rahmen der Aktion Stadtradeln mit dem Stadtförster geführte Fahrrad-Ausfahrten zu den Streuobstwiesen gibt. So wird dann in diesem Jahr auch die Streuobstwiese der Rotarier mit in den Tourenplan aufgenommen werden.