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28.08.2020

„Angriff auf das Tafelsilber der Stadt“

Ludwigsluster demonstrieren gegen den Funkturm in Techentin

Funkturm-Demo (2)
© Stadt Ludwigslust SW

Seit einigen Tagen sorgt der neue Funkturm in Techentin für Unmut unter der Bevölkerung. Sicherlich ist er notwendig für den weiteren Ausbau der Kommunikations-Infrastruktur, für Unmut sorgt jedoch die Tatsache, dass er vom Schlossplatz aus direkt neben der Stadtkirche weit über das barocke Ensemble sichtbar ist.

Etwa 50 Menschen haben sich mit Transparenten am Donnerstag vor dem Rathaus versammelt. Stadtvertreter Heiko Böhringer brachte es auf den Punkt: „Das ist ein Angriff auf das Tafelsilber unserer Stadt.“ Ludwigsluster Bürger haben in den vergangenen Jahren ihre Innenstadt mit viel Mühe nach historischen Vorgaben saniert, so manche Vorgabe der Denkmalschutzbehörden gab es dabei zu beachten. Die Anstrengungen der vergangenen Jahre werden durch die untere Denkmalschutzbehörde mit Füßen getreten.

Die Demonstranten fordern den Bürgermeister auf, sich dafür einzusetzen, dass dieser städtebauliche Umstand beseitigt wird. 166 Unterschriften gegen den Funkturm wurden gesammelt. Ulrike Müller, 2. stellvertretende Bürgermeisterin nahm die Unterschriftensammlung entgegen. Sie betonte, dass „die Stadt das gemeindliche Einvernehmen für dieses Bauvorhaben versagt hat. Uns gefällt auch nicht, was wir dort sehen.“ Sie sicherte den Demonstranten zu, dass sich die Stadt mit dem Landkreis Ludwigslust-Parchim als Genehmigungsbehörde zu Gesprächen treffen werde. Sylvia Wegener, Büro des Bürgermeisters, 27.08.2020